Finsels Welt

Meine Meinung zu den Dingen, die mich interessieren.

Und wieder: S-Bahn-Chaos

Verfasst von Sebastian Finsel am 2009/12/22

DSCF2032Langsam gewöhnt mensch sich ja daran. Alle paar Monate neues Chaos bei der Berliner S-Bahn. Diesmal ist angeblich der „harte Winter“ schuld daran, dass das Angebot der S-Bahn weiter ausgedünnt wurde.

Verarschen kann ich mich selber.

Ersteinmal sei darauf hingewiesen, das Temperaturen wie sie in den letzten Tagen hier geherrscht haben durchaus nichts besonderes in einem mitteleuropäischen Winter sind. Das gabs früher auch schon, wenn überhaupt sogar extremer. Klar, da gabs auch schon mal einzelne Ausfälle oder einzelne chaotische Tage. Was jetzt aber passiert (und im letzten Januar genauso passiert ist) ist etwas völlig anderes. Jetzt fallen Züge aus, weil wieder einmal an der Wartung gespart und auf die Vorbereitung der Fahrzeuge auf den zu erwartenden Wintereinbruch verzichtet wurde. Die S-Bahn selbst kommentiert das so:

Zurzeit ist die Fahrzeugreserve der Berliner S-Bahn wegen der angeordneten, außerordentlichen Inspektionsarbeiten sehr klein. Bei widrigen Wetterverhältnissen treten im gewöhnlichen Umfang mehr Störungen auf. Die daraus entstehenden Fahrzeugausfälle können nicht mehr vollständig durch Ersatzfahrzeuge ausgeglichen werden.
Einschränkungen im Verkehrsangebot können deshalb leider nicht ausgeschlossen werden.

Und warum gibt es nicht genügend Fahrzeuge? Weil über Jahre hinweg an deren Wartung gespart wurde, so lange, bis das Eisenbahnbundesamt eingreifen musste. Hier wurde mit der Sicherheit der Fahrgäste gespielt, nun müssen diese zusätzlich auch noch auf das normale Angebot der S-Bahn verzichten – und das nun schon seit einem halben Jahr.

Mittlerweile haben zumindest Finanzsenator Nußbaum und Verkehrssenatorin Junge-Reyer (die zuletzt in Sachen S-Bahn nicht immer glücklich aufgetreten ist) erkannt, wo eine Lösung des Problems liegen kann: in der Rekommunalisierung der S-Bahn.

Ein so wichtiges Verkehrsmittel kann offensichtlich nicht länger in der Hand eines Unternehmens wie der Deutschen Bahn bleiben. Berlin muss die S-Bahn von der DBAG kaufen und dann in Eigenregie sanieren und betreiben. Klar kostet dies Geld – aber das wäre sinnvoll angelegt. Und einen allzu hohen Betrag kann die DBAG für die offensichtlich marode S-Bahn wohl auch nicht mehr verlangen. Ob dann eine eigene städtische S-Bahn Gesellschaft gegründet würde oder die BVG auch die S-Bahn betreiben würde ist eine Detailfrage. Beides hat Vor- und Nachteile. Der eigentliche Kauf der S-Bahn durch die Stadt Berlin aber ist in der jetzigen Situation alternativlos.

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Inhalte und Aktualität

Verfasst von Sebastian Finsel am 2009/12/15

„Ein Blog lebt von seinen Inhalten und seiner Aktualität.“ Das hört mensch zumindest immer wieder, und es stimmt ja irgendwie auch. Finsels Welt hat momentan praktisch keine aktuellen Inhalte. Der Grund dafür ist einfach. Irgendwie habe ich in den letzten Wochen einfach ganz wenig Lust zum Bloggen gehabt. Nicht, das es an Themen gemangelt hätte. Aber zum Bloggen bin ich dann doch immer wieder nicht gekommen. Oft habe ich gedacht: „Hey, dazu musst du jetzt mal was bloggen!“ Aber irgendwie habe ich es einfach nie geschafft, dann auch der Idee die Tat folgen zu lassen.

Meinem Blog bei meinespd.net geht es noch wesentlich schlechter. Ich habe allerdings zwischenzeitlich auch beschlossen, jenes Blog ersteinmal ruhen zu lassen. Die Plattform ist mir momentan einfach technisch zu unkomfortabel, und mit den GenossInnen kann ich auch über Facebook und twitter ganz gut kommunizieren. Es ist also davon auszugehen, dass es bei „Life Socialdemocracy and everything“ erstmal ruhig bleibt. In den nächsten Wochen werde ich darüber nachdenken, ob ich dort wieder aktiv werde, oder mich ganz auf „Finsels Welt“ konzentriere.

Und hier: hier passiert bestimmt bald mal wieder was. Sobald ich mich wieder motivieren kann, mehr zu schreiben. :-)

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Parteitag in Dresden: erster Kommentar

Verfasst von Sebastian Finsel am 2009/11/14

Gestern in Dresden hat die SPD ihren ersten Schritt in die Zukunft getan. Sicherlich, Sigmar Gabriel ist kein neues Gesicht, auch Andrea Nahles ist wohlbekannt. Trotzdem halte ich die beiden für eine gelungene Kombination an der Parteispitze. Es ist richtig, Sigmar ist Netzwerker und Seeheimer, beides Parteiströmungen denen ich nicht sonderlich nahestehe. Aber: die SPD retten heißt eben nicht, wie manche zu glauben scheinen, einem der Parteiflügel zum Sieg zu verhelfen. Es heißt vielmehr, die Vielfältigkeit innerhalb der Partei wieder zu ihrer Stärke zu machen. Mit einem Flügel kann mensch nicht fliegen. Sigmar und Andrea als einendes Führungsduo scheinen mir da sehr geeignet, zumal ich beide für professionell genug halte, das konsequent durchzuziehen.

Aber Personen allein machen natürlich noch keinen Wandel. Dafür bedarf es einer inhaltlichen Erneuerung. Die SPD muss sich neu finden, wirklich gemeinsame Positionen finden. Dabei muss der Parteitag heute für einen Anfang sorgen. Die Diskussionen dürfen danach aber nicht aufhören. In den Abteilungen und Ortsvereinen, Unterbezirken und Kreisverbänden müssen wir konstruktiv und solidarisch miteinander die SPD wieder zu einer Partei machen, der die Menschen vertrauen. Das geht sicherlich nicht von heute auf morgen. Aber es ist machbar.

Einen Livestream und weitere Informationen vom Parteitag gibts übrigens hier: http://parteitag.spd.de

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Jetzt SPD erneuern!

Verfasst von Sebastian Finsel am 2009/10/01

spd-erneuern_homepageDie SPD braucht eine Runderneuerung, so viel ist klar. Ich unterstütze diesbezüglich den Aufruf „SPD erneuern„, mit dem SPD-Mitglieder sich für einen wirklichen Neuanfang in der Partei einsetzen. Untenstehend dokumentiere ich diesen Aufruf, darunter befindet sich ein Link wo dieser unterzeichnet werden kann!

28. September 2009

SPD ERNEUERN

Die SPD hat bei der Bundestagswahl das schlechteste Ergebnis seit Bestehen der Bundesrepublik erzielt.

Die SPD befindet sich in einer schweren Krise. Erforderlich ist jetzt eine intensive Diskussion über die inhaltliche, strategische, personelle und organisatorische Erneuerung der Partei.
Wir brauchen einen radikalen Erneuerungsprozess. Klar ist für uns hierbei, dass alle Kräfte und dabei vor allem auch die Fraktion und die Partei gemeinsam an dieser Erneuerung arbeiten müssen.

Zudem muss die SPD ihre Rolle als Oppositionspartei finden. Wir werden uns als Oppositionspartei neben den Grünen und der Linken profilieren müssen. Dies wird ein schwieriger Weg.

Inhaltliche Erneuerung

Die SPD hat ein Glaubwürdigkeitsproblem. Die Bürgerinnen und Bürger haben uns trotz eines engagierten Wahlkampfs die richtigen Inhalte des Regierungsprogramms nicht abgenommen.
Einer der Hauptgründe des dramatisch schlechten Wahlergebnisses ist die Politik der Agenda 2010: Fast zwei Drittel der angestammten SPD-Wählerinnen und Wähler sagen, die SPD habe mit Hartz IV und der Rente mit 67 ihre Prinzipien aufgegeben. Das haben uns unsere Wählerinnen und Wähler nicht verziehen – und gingen entweder nicht zur Wahl oder wanderten ab. Das ergaben zumindest die Wahlanalysen der Umfrageinstitute.

Wir brauchen eine konsequente und überzeugende Abkehr von der Politik der Agenda 2010.

Die SPD muss zurück zu einer Politik der sozialen Gerechtigkeit finden. In der Regierung haben wir häufig eine andere Politik verfolgt, als wir nun im Regierungsprogramm versprochen hatten. Wer sich im Programm für „Gute Arbeit“ einsetzt und mit der Politik der Agenda 2010 bewusst eine dramatische Ausweitung des Niedriglohnsektors befördert hat, der hat ein Glaubwürdigkeitsproblem. Das gilt auch für andere Entscheidungen: Im Wahlkampf 2005 haben wir uns gegen eine Erhöhung der Mehrwertsteuer eingesetzt, zwei Monate später haben wir sie sogar deutlicher erhöht als vorher von der Union gefordert. In programmatischen Reden steht die SPD für eine öffentliche Daseinsvorsorge, im Regierungshandeln haben wir uns für die Privatisierung der Bahn eingesetzt. In der Finanzkrise fordern wir eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte, in der rot-grünen Bundesregierung wurden bestehende Regulierungen drastisch gelockert. Hinzu kamen weitere Fehlentscheidungen in der Innenpolitik: Das Erstarken der Piratenpartei bei den JungwählerInnen ist nicht zuletzt auf die Entscheidung für unsinnige Netzsperren und die Ausweitung von Online-Durchsuchungen zurückzuführen. Spätestens seitdem ist die SPD auch im Bereich der BürgerInnenrechte nicht mehr der Garant für Freiheit.

Die Menschen glaubten uns die im Wahlkampf versprochene Neuausrichtung vielfach nicht, was auch an der fehlenden Abgrenzung gegenüber früheren Fehlentscheidungen lag: Es funktioniert eben nicht, einerseits im SPD-Regierungsprogramm eine sozial gerechtere Politik einzufordern, und andererseits die bisherige SPD-Regierungspolitik zu verteidigen. Die SPD muss die Agenda 2010 und ihre Folgen ehrlich, offen und konstruktiv aufarbeiten. Nur dann ist auch die Oppositionsrolle glaubwürdig, Ein Einfaches “weiter so” kann es nicht geben.

Strategische Erneuerung

Die scharfe Abgrenzung von und das Ausschließen einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei hat die SPD in eine strategische Sackgasse manövriert. Die SPD ist dadurch bei der Koalitionsbildung immer von Union (schwarz-rot) oder FDP (rot-gelb-grün) abhängig. Beide Koalitionsoptionen sind in der Bevölkerung und insbesondere bei SPD-Anhängerinnen und Anhängern unbeliebt.

Ein SPD-Kanzlerkandidat, der nicht Kanzler werden kann, weil er von vorneherein die einzig realistische Koalition ausschließt, überzeugt die Menschen nicht. Das ist zumindest ein strategisches Dilemma. Natürlich ist ein Zusammengehen mit der Linkspartei auf der Bundesebene nicht ohne weiteres möglich. Die SPD muss nun aber einen Diskurs gemeinsam mit der Partei “Die Linke“ einleiten, um Möglichkeiten für eine perspektivische Zusammenarbeit auszuloten. Dazu gehört ebenso, den Ländern, in denen aufgrund der Mehrheitsverhältnisse und der programmatischen Nähe die Möglichkeit für Koalitionen links von Union und FDP möglich sind, keine Steine in den Weg zu legen.

Teile der SPD haben sich in den letzten Jahren von ihren potenziellen Wählerinnen und Wählern entfremdet. Sozialdemokratische Oppositionspolitik muss in den nächsten vier Jahren zum Ziel haben, auch in wahlwkampffreien Zeiten kontinuierlich den Weg zurück zu den Menschen vor Ort zu finden, um so verlorengegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Ein klares Ziel muss für die SPD sein den engen Schulterschluss mit den Gewerkschaften zu üben. Denn nur durch das Gewinnen von Bündnis- und Dialogpartnern in der Zivilgesellschaft kann die SPD ihr linkes Profil schärfen und sich so in der Bevölkerung wieder als vertrauenswürdige Kraft der sozialen Gerechtigkeit etablieren. Dies bedeutet den Abschied von einem Marketing der Politikinhalte und leeren Phrasen wie „Unser Land kann mehr“ hin zu einer an Vertrauen orientierten Politik. Nicht nur Wahlkampf, sondern langfristige Vertrauensarbeit in und mit der Zivilgesellschaft gibt der SPD eine langfristige Perspektive!

Personelle Erneuerung

Der SPD fehlt Glaubwürdigkeit. Dies hat inhaltliche, aber auch personelle Ursachen. Trotz eines insgesamt guten Regierungsprogramms konnten wir die Wählerinnen und Wähler nicht von der SPD überzeugen. Wir konnten als Sozialdemokratie nicht vermitteln, warum diejenigen Personen, die jahrelang marktradikalen Politikansätzen nachgeeifert haben, nun plötzlich eine sozialere, entgegengesetzte Politik machen sollen. Große Teile der Parteiführung haben sich bis heute nicht von den Fehlern der SPD-Regierungspolitik distanziert, sondern verteidigen noch immer die damaligen Entscheidungen.

Die notwendige Erneuerung der Partei muss auch eine personelle Erneuerung bedeuten. Die alten Köpfe können nicht glaubwürdig für einen Neuanfang stehen. Daher muss bis zum Bundesparteitag im November eine intensive innerparteiliche Diskussion auch über das künftige Spitzenpersonal geführt werden. Nach dem Parteitag muss die Partei über einen Vorstand verfügen, der auch personell den Neuanfang hin zu einer Politik sozialer Gerechtigkeit glaubwürdig und dauerhaft vertreten kann.

Wir müssen ein breites Personal-Tableau aufstellen. Die Position des Parteivorsitzenden und des Fraktionsvorsitzenden in eine Hand zu geben, wäre aktuell ein Fehler.

Organisatorische Erneuerung

In den vergangenen Jahren sind viele Entscheidungen der Partei an den Mitgliedern vorbei durchgesetzt worden oder bestehende Entscheidungen der Partei, wie etwa der Parteitagsbeschluss gegen die Bahnprivatisierung, wurden im Regierungshandeln einfach ignoriert. Die SPD lebt aber immer noch – gerade in Wahlkampfzeiten – von ihren Mitgliedern, die mit vollem Einsatz für ihre Partei kämpfen. Deshalb bedarf es auch einer Diskussion über die organisatorische Erneuerung der SPD, die zu mehr innerparteilicher Demokratie führen muss. SPD muss ihre Stärke als Mitgliederpartei wiedergewinnen, indem sie die demokratische Beteiligung all ihrer Mitglieder organisiert. Entscheidend ist es dabei auch, Konzepte zu entwickeln, die den Parteimitgliedern mehr Angebote zur Diskussion und Mitentscheidung bieten.

Mit einer solchen Neuaufstellung kann die SPD auch wieder erfolgreich sein und Mehrheiten für ihr Programm der sozialen Gerechtigkeit und Solidarität gewinnen

Hier könnt ihr selbst auch unterzeichnen: http://spd-erneuern.de/aufruf-spd-erneuern-unterzeichnen/

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Ein paar Dinge…

Verfasst von Sebastian Finsel am 2009/09/26

…auf die ich noch hinweisen wollte, bevor alle am Sonntag wählen gehen:
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Und für alle Freunde in Friedrichshain, Kreuzberg und Prenzlauer Berg Süd gilt:
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In Spandau wählt mensch natürlich Swen Schulz!

Und ansonsten, wenn ihr es nicht schon seid:
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Mehr Bilder vom Wahlkampf

Verfasst von Sebastian Finsel am 2009/09/25

Wenn ich schon so wenig zum Schreiben komme, dann kann ich ja jedenfalls mal ein paar neuere Fotos online stellen…

Inzwischen ist Herbst geworden. Dafür gibts in Spandau auch mal heißen Kaffee
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Immer viel los ist im Wahllokal in Friedrichshain.
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Bis Sonntag heißt es jetzt, noch einmal alles zu geben. Gegen Schwarz-Gelb, für eine progressive, linke Mehrheit.

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Atomwaffen? Braucht doch niemand!

Verfasst von Sebastian Finsel am 2009/09/01

Sicherlich gibts auch wieder ein paar Leute, die diese Überschrift nicht unterschreiben würden, ich aber finde die Aussage richtig. Und da mensch beim Auskehren ja am besten vor der eigenen Haustür anfangen soll bin ich der Meinung: Atomwaffen raus aus Deutschland. Der ein- oder andere Leser mag jetzt erstmal einwenden: „Atomwaffen in Deutschland, wir haben doch keine Atomwaffen!“ Zumindest Teilrichtig. Die BRD selbst besitzt keine Atomwaffen, sie lässt die USA hier nur welche lagern. Und um diese Lager auf deutschem Boden ging es bei der heutigen Aktion.

Gemeinsam mit einer auch charakterlich eher unfreundlichen Atombombe ging es zunächst vors Konrad-Adenauer-Haus. Die Bombe traf dort auf eine erstaunlich großköpfige Bundeskanzlerin, die die Bombe offensichtlich sogar sympathisch fand. Sogar Küsschen wurden ausgetauscht! Die Presse fand das übrigens spannend, es wurde viel fotografiert.

Gemeinsam mit der nach wie vor unfreundlichen und völlig unberechenbaren Atombombe machten wir uns dann noch auf den Weg zum Verteidigungsministerium. An der Hiroshimastraße war die Bombe sichtlich stolz auf ihre Tötungskapazität.

Insgesamt war es eine sehr schön kreative Aktion. Bleibt zu hoffen, dass am 27. September eine Regierung ins Amt gewählt wird, die Schluss macht mit Atomwaffen – zumindest und zuerst einmal auf „deutschem Boden“, von dem ja bekanntlich selbst ohne diese ultimative Vernichtungswaffe schon millionenfacher Mord und Todschlag ausgegangen sind.
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Alle Fotos von der Aktion gibts hier bei Flickr!

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Eintreten ab 18!

Verfasst von Sebastian Finsel am 2009/08/28

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Finsels Welt wird ein Jahr alt

Verfasst von Sebastian Finsel am 2009/08/28

Wenige Tage bevor ich selbst mit genau 33 1/3 Jahren das Dritteljahrhundert voll mache erlebt heute Finsels Welt seinen 1. Geburtstag. In einem Jahr sind hier 72 Artikel erschienen. Davon waren diese hier die fünf beliebtesten:

Der SPD-Würfel (vom 26. März 2009)
Propaganda mit Günther Jauch (vom 14. April 2009)
Auch ich bin Pirat! (vom 18. Juni 2009)
Killerspiele: Argumente aus Absurdistan (vom 12. März 2009)
Review: Star Trek (vom 7. Mai 2009)

Auch ganz lustig: die häufigsten Suchen, die auf Finsels Welt führten:

spd würfel
franziska drohsel
spd
dominique nou
kennzeichen

Mal schauen, wie das ganze wohl in einem Jahr aussieht… :)

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Mehr S-Bahn ab 31. August (nur nicht in Spandau)

Verfasst von Sebastian Finsel am 2009/08/27

S-Bahn in Spandau

S-Bahn in Spandau

Die Bahn schickt zum 31. August wieder ein paar mehr Viertelzüge auf die Strecken der Berliner S-Bahn. Erstmals seit dem 30. Juni werden mit dem neuen Sonderfahrplan nun wieder alle Linien des Berliner S-Bahn Netzes bedient. Zu den deutlichen Verbesserungen gehört wohl der 10-Minuten-Takt, der auf den Linien S1 und S2 wieder angeboten wird. Der Verkehr auf dem S-Bahn-Ring wird wochentags in der Hauptverkehrszeit zu einem 5-Minuten-Takt verdichtet. Und die S7 wird wieder nach Potsdam fahren – zunächst alle 20 Minuten.

Soweit durchaus schön und gut. Mit der Fahrplanänderung zum 31. August wird gleichzeitig die Bausituation am Ostkreuz in den Fahrplan eingearbeitet. Die Linie 9 kann nun wegen des Abbruchs der Kurve am Ostkreuz nicht mehr auf die Stadtbahn. Sie fährt daher bis auf weiteres über den Ostring weiter nach Blankenburg. Vom Südring aus kann der Flughafen dann direkt ab Südkreuz mit der verlängerten S45 erreicht werden. Als Ersatz für die S9 wird die S3 über die Stadtbahn verlängert – allerdings nicht bis Spandau sondern vorerst nur bis Westkreuz. Für den Streckenabschnitt Westkreuz <-> Spandau bedeutet dies, dass der in den letzten Wochen angebotene 10-Minuten-Takt wegfällt. Die Strecke wird nur noch von der S75 alle 20 Minuten bedient. Mittelfristig (sobald neue Viertelzüge bereitstehen) soll die S3 aber nach Spandau verlängert werden und dort dann wieder den gewohnten 10-Minuten-Takt herstellen. Dank guter Regionalbahnanbindung und der U7 ist dies für uns Spandauer wohl hinnehmbar (wenn auch ärgerlich).

Kritischer ist folgendes: der S-Bahn-Ergänzungsverkehr auf der Stadtbahn wird mit dem neuen Fahrplan wieder eingestellt. Was bedeutet, das dann insgesamt auf der vielbefahrenen Ost-West-Achse weniger Plätze zur Verfügung stehen werden. Denn auch wenn nun alle Linien wieder fahren – Vollzüge werden wohl weiterhin eine seltene Erscheinung bleiben. Die meisten Züge werden nach wie vor mit (teils deutlich) weniger Wagen unterwegs sein als vorher. Es wird also eng bleiben, vor allem zu Stoßzeiten.

Lustig wirds dann im Herbst werden, wenn die S-Bahn dann auch den Großteil des Regionalverkehrs auf der Stadtbahn übernehmen muss. Dieser wird dann nämlich wegen Bauarbeiten nur über ein Gleis verkehren können. Engpässe sind vorprogrammiert.

Ob es letztlich wirklich nur bis Dezember dauern wird, bis die S-Bahn wieder im Regelbetrieb laufen wird ist eine Frage, die nicht einfach beantwortet werden kann. Die Deutsche Bahn hat eine gewisse Vorgeschichte, was vorzeitige Ankündigungen solcher Art angeht. Es bleibt zu hoffen, das der Konzern dieses Mal wider Erwarten recht behält. Und das zumindest langfristig Konsequenzen aus den aktuellen Ereignissen gezogen werden.

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